🏡 Phase 4 · Wachstum & Vorsorge

Langfristig denken —
die Familie
wirklich absichern.

Hauskauf, Testament, Erbschaft, Vermögensaufbau für Kinder — das sind keine Themen für irgendwann. Das ist die Basis, auf der deine Familie für die Zukunft steht. Wir erklären dir, was du wirklich wissen musst.

Familie beim Hauskauf – Sorglos Eltern

Vorsorge ist kein Luxus — sie ist Verantwortung.

Wenn die Familie wächst, wächst auch der Absicherungsbedarf. Hier findest du die rechtlichen Grundlagen für die wichtigsten Entscheidungen der nächsten Jahre.

🏠

Hauskauf mit Familie

Was du rechtlich beim Kauf einer Immobilie mit Familie beachten musst — vom Kaufvertrag bis zur Eigentumsübertragung.

📜

Testament

Wer erbt was — und vor allem: Wer nicht. Wie ein gültiges Testament aussieht und was Eltern unbedingt regeln sollten.

⚖️

Erbrecht verstehen

Gesetzliche Erbfolge, Pflichtteil, Erbengemeinschaft — was passiert, wenn kein Testament da ist.

💰

Vermögensaufbau für Kinder

Depot, Sparplan, Bausparvertrag — was sinnvoll ist und was ihr dabei rechtlich beachten müsst.

🎁

Schenkung & Steuern

Wann und wie viel ihr steuerfrei verschenken könnt — und wie ihr Freibeträge clever nutzt.

🛡️

Vorsorgevollmacht

Wer entscheidet, wenn du es nicht mehr kannst? Die Vorsorgevollmacht schützt dich und deine Familie.

🏠 Die große Entscheidung

Hauskauf mit Familie — was du rechtlich wissen musst

Der Kauf einer Immobilie ist meist die größte finanzielle Entscheidung im Leben. Rechtlich gibt es dabei mehr zu beachten als die meisten ahnen.

„Wir haben das Haus auf meinen Namen allein gekauft — und jetzt weiß ich nicht, was passiert, wenn ich sterbe."

— Häufige Situation nach einem Hauskauf ohne Rechtsberatung

Auf wen sollte das Haus laufen?

Das ist eine der wichtigsten Fragen beim Immobilienkauf. Ob allein, gemeinsam oder zu bestimmten Anteilen — die Entscheidung hat weitreichende Konsequenzen für Erbschaft, Scheidung und Steuern.

Gemeinsamer Kauf: was das bedeutet

Kaufen Eheleute gemeinsam, werden beide ins Grundbuch eingetragen — oft zu je 1/2. Im Todesfall erbt der andere Ehegatte den Anteil (je nach Testament oder gesetzlicher Erbfolge). Ohne Testament kann das Haus in eine Erbengemeinschaft mit Kindern und Eltern fallen.

Kauf nur auf einen Namen — Risiken

Wenn nur ein Partner das Haus besitzt, hat der andere keinerlei rechtlichen Anspruch — weder im Todesfall noch bei Scheidung (sofern kein Testament oder Ehevertrag vorhanden). Das ist in vielen Familien unterschätzt.

Was beim Hauskauf rechtlich zu beachten ist

  • 1

    Kaufvertrag vom Notar prüfen lassen

    Der Kaufvertrag muss notariell beurkundet werden — aber lies ihn vorher genau. Hast du Fragen, lass sie von einem Anwalt beantworten, bevor du unterschreibst.

  • 2

    Grundbuch prüfen

    Im Grundbuch stehen Grundschulden, Wohnrechte, Wegerechte oder andere Belastungen. Diese gehen auf den neuen Käufer über — was du nicht weißt, kann teuer werden.

  • 3

    Nebenkosten einplanen

    Grunderwerbsteuer (3,5–6,5 %), Notarkosten (~1,5 %), Grundbucheintrag (~0,5 %), ggf. Makler (3,57 %) — das sind schnell 10–15 % des Kaufpreises on top.

  • 4

    Gleichzeitig Testament aktualisieren

    Nach dem Hauskauf unbedingt das Testament anpassen — wer erbt das Haus? Darf der Partner es bewohnen bleiben? Das muss klar geregelt sein.

📜 Das wichtigste Dokument

Testament — was Eltern unbedingt regeln sollten

Ein Testament schützt nicht nur das Vermögen — es schützt die Menschen, die du liebst, vor jahrelangen Konflikten und Unsicherheiten.

Was muss ins Testament?

  • Wer erbt was — konkret und vollständig
  • Regelung für das Familienheim (Wohnrecht für den Partner?)
  • Absicherung des überlebenden Ehepartners
  • Vormund für minderjährige Kinder (Bezugsperson benennen)
  • Vermächtnisse: bestimmte Dinge an bestimmte Personen
  • Testamentsvollstrecker benennen (für komplexere Nachlässe)
  • Regelungen für den Fall, dass ein Erbe vor dir stirbt

Berliner Testament: Für Ehepaare besonders sinnvoll

Beim Berliner Testament setzen sich Eheleute gegenseitig als Alleinerben ein — die Kinder erben erst, wenn auch der zweite Ehegatte stirbt. So bleibt das Familienvermögen beieinander und der überlebende Partner ist abgesichert.

So ist ein Testament gültig

Handschriftliches Testament

Vollständig handschriftlich verfassen (kein PC), mit Ort, Datum und vollständiger Unterschrift. Günstig und sofort wirksam. Schwäche: kann verloren gehen oder angefochten werden.

Notarielles Testament

Beim Notar erstellt und beurkundet. Teurer (~300–1.000 €), aber rechtssicherer, schwerer anfechtbar und wird im Zentralen Testamentsregister hinterlegt — geht also nicht verloren.

Achtung: Am PC geschriebene Testamente sind ungültig!

Ein am Computer getipptes und ausgedrucktes Testament ist nicht gültig — egal wie sorgfältig es formuliert ist. Es muss vollständig handschriftlich sein oder notariell beurkundet werden.

Du möchtest ein rechtssicheres Testament?

Andreas hilft dir, es richtig aufzusetzen.

Beratung anfragen →

⚖️ Was ohne Testament passiert

Gesetzliche Erbfolge — wenn kein Testament da ist

Wer kein Testament hat, hinterlässt seinen Lieben nicht nur Trauer — sondern oft auch Rechtsunsicherheit. Das Gesetz regelt es dann — aber nicht immer so, wie du es dir vorgestellt hättest.

Die gesetzliche Erbfolge

Erben nach Ordnungen

1. Ordnung

Kinder (& Kindeskinder) — erben zuerst

2. Ordnung

Eltern und Geschwister — wenn keine Kinder da

Ehegatte

Erbt neben Kindern 1/4 (Zugewinngemeinschaft: 1/2)

Unverheirateter Partner

Geht leer aus — ohne Testament kein Erbrecht!

Nichtverheiratete Paare aufgepasst!

Unverheiratete Partner haben kein gesetzliches Erbrecht. Ohne Testament erbt der Partner gar nichts — das Erbe geht an Kinder, Eltern oder andere Verwandte. Nur ein Testament schützt hier.

Pflichtteil — das Recht der Kinder

Kinder können nicht einfach enterbt werden. Sie haben immer Anspruch auf den Pflichtteil — die Hälfte ihres gesetzlichen Erbteils. Diesen können sie in Geld einfordern.

Erbschaftsteuer-Freibeträge 2025

Kind erbt von Elternteil: 400.000 € steuerfrei
Ehegatte erbt: 500.000 € steuerfrei
Enkel erbt: 200.000 € steuerfrei
Diese Freibeträge gelten alle 10 Jahre — und können durch strategische Schenkungen zu Lebzeiten genutzt werden.

Erbengemeinschaft — wenn mehrere erben

Wenn mehrere Personen erben (z. B. drei Kinder), entsteht eine Erbengemeinschaft. Alle müssen gemeinsam über das Erbe entscheiden — und das führt oft zu Konflikten. Ein Testamentsvollstrecker kann das vermeiden.

💰 Für die Zukunft der Kinder

Vermögensaufbau für Kinder — was sinnvoll ist

Früh anfangen lohnt sich — durch den Zinseszins-Effekt macht Sparen für Kinder enorm viel Sinn. Aber es gibt ein paar rechtliche Dinge zu beachten.

Die wichtigsten Optionen

📈 Depot auf Namen des Kindes

Eltern können ein Wertpapierdepot auf den Namen des Kindes eröffnen. Das Geld gehört dem Kind — ihr verwaltet es nur bis zur Volljährigkeit. Steuervorteil: Kinder haben eigenen Grundfreibetrag (11.604 € p.a.).

🏦 Sparplan & Tagesgeld

Klassisch und sicher — aber auf lange Sicht oft renditeschwächer als ein ETF-Sparplan. Gut für kurzfristige Sparziele (z. B. Führerschein, Ausbildungsstart).

🏠 Bausparvertrag

Für Kinder, die später vielleicht eine Immobilie kaufen möchten. Früh abgeschlossen sichert günstige Zinsen für die Zukunft — und kann staatlich gefördert werden.

Was rechtlich zu beachten ist

Geld auf Kinderkonto gehört dem Kind

Wenn ihr Geld auf ein Konto auf den Namen des Kindes einzahlt, ist das eine Schenkung — das Geld gehört dem Kind und darf nicht einfach zurückgeholt werden. Plant das bewusst ein.

Familienkasse & BAföG beachten

Zu hohes Kindesvermögen kann sich auf Kindergeld, BAföG oder Sozialleistungen auswirken. Halte das Vermögen im Blick — und prüfe im Zweifel mit einem Steuerberater.

💡 Andreas' Tipp

„Fang früh an — auch mit kleinen Beträgen. 50 € monatlich ab Geburt in einen breit gestreuten ETF-Sparplan ergibt bei 7 % p.a. bis zum 18. Geburtstag rund 21.000 €. Nicht schlecht für einen guten Start ins Erwachsenenleben."

— Andreas-Oliver Meyer, Rechtsanwalt

🎁 Steuern sparen — legal und clever

Schenkung & Steuern — Freibeträge richtig nutzen

Zu Lebzeiten zu verschenken ist oft klüger als zu vererben — wenn man die Spielregeln kennt.

Schenkungsteuer — was du wissen musst

Schenkungen sind bis zu bestimmten Freibeträgen steuerfrei — und diese Freibeträge gelten alle 10 Jahre neu. Das bedeutet: Wer früh und regelmäßig überträgt, kann sehr viel Vermögen steuerfrei weitergeben.

Schenkungsteuer-Freibeträge (alle 10 Jahre)

An Kind 400.000 €
An Ehegatte / Partner 500.000 €
An Enkel 200.000 €

Schenkung mit Bedingungen

Du kannst Schenkungen mit Bedingungen verknüpfen — zum Beispiel einem Wohnrecht für dich, einem Rückforderungsrecht bei Scheidung des Kindes, oder einem Nießbrauch.

  • Wohnrecht: Du schenkst das Haus, behältst aber das Recht, darin zu wohnen
  • Nießbrauch: Du behältst alle Nutzungsrechte — inklusive Mieteinnahmen
  • Rückforderungsrecht: Du bekommst die Schenkung zurück, wenn das Kind stirbt oder sich scheiden lässt
  • Pflichtteilsanrechnung: Schenkungen können auf den Pflichtteil angerechnet werden

Schenkung ohne Beratung kann teuer werden

Wer unbedacht schenkt, kann in Probleme geraten — steuerlich, rechtlich oder familiär. Insbesondere bei Immobilien gilt: Vor jeder Schenkung anwaltlich und steuerlich beraten lassen.

🎁 Kostenlos für dich

Die Babybürokratie-Checkliste

Alle wichtigen Aufgaben für junge Familien — von der Geburt bis zum Hauskauf — mit konkreten nächsten Schritten.

  • Testament-Checkliste: Was muss rein?
  • Erbrecht kompakt: Was gilt ohne Testament?
  • Hauskauf: Worauf du rechtlich achten musst
  • Schenkungsteuer: Freibeträge clever nutzen
  • Vermögensaufbau für Kinder: die Optionen

Jetzt kostenlos laden

Kein Spam. Kein Abo. Einfach deine Checkliste.

❓ Häufige Fragen

Die Fragen, die alle stellen

Ehrliche Antworten zu Testament, Hauskauf und Erbrecht.

Nicht vollständig. Kinder haben immer Anspruch auf den sogenannten Pflichtteil — das ist die Hälfte des gesetzlichen Erbteils. Diesen Pflichtteil können sie in Geld einfordern, auch wenn sie im Testament nicht bedacht wurden.

Nur in sehr schwerwiegenden Ausnahmefällen (z. B. schwere Straftat gegen den Erblasser) kann der Pflichtteil entzogen werden — das ist aber sehr selten.

Die Notarkosten für ein Testament richten sich nach dem Gesamtwert des Nachlasses. Bei einem Nachlasswert von 200.000 € kostet ein notarielles Testament ca. 400–500 €, bei 500.000 € ca. 900–1.100 €.

Dazu kommen Kosten für die Verwahrung im Zentralen Testamentsregister (ca. 15–20 €/Jahr). Ein handschriftliches Testament ist kostenlos — aber weniger sicher.

Ohne Testament: nichts. Unverheiratete Partner haben kein gesetzliches Erbrecht. Das Erbe geht automatisch an die Kinder oder — wenn keine da sind — an die Eltern.

Mit einem Testament kannst du deinen Partner als Erben einsetzen — vollständig oder zu einem bestimmten Anteil. Das ist besonders wichtig, wenn ihr gemeinsam eine Immobilie besitzt.

Nein — ihr könnt das Haus auch zu ungleichen Anteilen kaufen oder nur einer kauft. Aber: Wer nicht im Grundbuch steht, hat kein Eigentumsrecht. Im Todesfall oder bei einer Trennung kann das problematisch werden.

  • Bei Ehepaaren: oft sinnvoll, beide einzutragen — zumindest zu einem kleinen Anteil
  • Bei unverheirateten Paaren: unbedingt Testament dazu aufsetzen
  • Bei Alleinfinanzierung: Grundbucheintrag schützt den Geldgeber

Ein Nießbrauch lohnt sich, wenn Eltern das Haus an Kinder übertragen wollen, aber selbst darin wohnen bleiben — oder Mieteinnahmen behalten möchten. Der Nießbrauch reduziert außerdem den steuerpflichtigen Wert der Schenkung erheblich.

Voraussetzung: Der Nießbrauch muss ins Grundbuch eingetragen werden und notariell beurkundet sein. Anwaltliche Beratung ist hier sehr empfehlenswert.

Sicherheit für heute —
Fundament für die Zukunft.

Bei Testament, Hauskauf, Schenkung oder Erbrecht — Andreas hilft dir, die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Kostenlose Checkliste laden Beratung anfragen →